
Siehe Fundort auf Google Maps

Das Kastell am Fluss PcinjaDas Kastell am Fluss Pcinja befindet sich 26 km südöstlich von der Hauptstadt Skopje an der Autobahn Richtung Thessaloniki. Die malerische Landschaft zieht sich nach Westen hin, der Fluss Pcinja umfließt hier die steilen Felsen und formt eine verspielte Flussinsel. Etwa 3500 Jahre v. Chr. waren die namenlosen Bewohner der kleinen Siedlung gezwungen, Palisaden zu errichten, um sich vor den von Norden eindringenden Eroberern zu schützen. Ob die Bauern und Ziegenhirten an der Pcinja von den phrygischen Stämmen abstammten oder ihnen in kultureller Hinsicht ähnlich waren, bleibt eine nicht zu entziffernde Seite der Geschichte. Die wenigen entdeckten und gesammelten, über 1000 Jahre v. Chr. alten Keramikgefäße sind diejenigen, von denen die päonischen Krieger, die gemeinsam mit den Trojanern gegen die achaiischen Krieger kämpften, aßen und mit denen sie heranwuchsen. Als eine der nordwestlichen und grenznahen Siedlungen zu Dardanien war die päonische Siedlung oberhalb des Flusses Pcinja administrativ natürlich abhängig vom städtischen Zentrum Bylazora, welches in 20 km Entfernung östlich von hier entstanden war. Der makedonische Zeitraum vom IV. bis zum II. Jh. v. Chr. sowie die römische Epoche bis zum IV. Jh. n. Chr. sind hier noch immer von Geheimnissen umhüllt. Zwecks Überwachung des antiken und mittelalterlichen Reisewegs von Thessaloniki nach Skopje erhält und hat diese Siedlung vom IV. bis zum VII. Jh. als Kastell strategische Bedeutung. Innerhalb des westlichen Teils der Festung ist zum Norden Richtung Pcinja auf dem überhängenden Felsen von der christlichen Bevölkerung ein kirchliches Objekt errichtet worden, in dem bis in das VII. Jh. n. Chr., als barbarische Stämme aus dem Norden diesen Teil erobern, gebetet wurde. In dieser Zeit wickelte sich das alltägliche Leben der Bäcker, Schmiede und Händler auf dem höchsten Felsen neben der Akropolis ab. Die Rekonstruktion des byzantinischen Zarenreiches im XI. Jh. brachte das aktive Leben und die Bedeutung des Kastells zurück, welches ohne Unterbrechung bis zur Ottomanenherrschaft gegen Ende des XIV. Jh. besteht. Im äußersten Westen dieses Raums wurden Reste einer Kirche mit Fragmenten eines Ikonostas entdeckt, der chronologische Anbindung an das XII. und XIII. Jh. aufweist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hier das in den Zarendokumenten, die heute im russischen Kloster des Hl. Pantelejmon in Sveta Gora aufbewahrt werden, erwähnte Kloster befand. Einem Dokument aus dem XIV. Jh. zufolge hat der Metropolit Jakov Sereski als Geschenk des Zaren dieses Kloster zusammen mit den umliegenden Ländereien und Gütern zwecks Verwaltung geschenkt bekommen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser seine letzten Jahre in einer Zelle in einer natürlichen Höhle unterhalb der steilsten und südlichsten Felsen unter dem Kastells verbracht hat. |
Veröffentlichte Texte in dieser Ausgabe:
|